ERNTEPERSPEKTIVE: OLIVENÖL WIRD ERNEUT TEURER

Wir schreiben den 3. August 2017, Neapel meldet 49° Celsius, auf Sardinien ist das Quecksilber gar auf 50° Celsius geklettert und auch in der Poebene verzeichnet Italien mit derzeit 48 Grad absolute Hitzerekordwerte. Das aus Afrika kommende Hochdruckgebiet mit dem Namen "Luzifer" hat Italien momentan fest im Griff. Doch auch in Südspanien werden derzeit Temperauren von über 40 Grad C gemessen und vor rund einem Monat litten die Griechen unter der afrikanischen Hitze.


Dürre, Wassernotstände und Waldbrände sind in weiten Teilen Südeuropas die üblen Folgen dieser Wetterkapriolen, welche in jüngster Zeit immer heftiger und erschreckenderweise immer regelmässiger auftreten.


Unter der sengenden Hitze leiden nicht nur Mensch und Tier, sondern auch die Vegetation. Der Olivenbaum etwa schaltet bei solch hohen Temperaturen - verbunden mit Wasserknappheit - ins Notprogramm und unterbricht das Wachstum seiner Früchte. Während der Olivenbaum Temperaturen bis 36° C im Allgemeinen gut übersteht, zeigt er bei Temperaturen um 50° C bereits Schädigungen am Blattwerk.


Weil in einigen Teilen Italiens schon seit langer Zeit Dürre herrscht - in der Maremma beispielsweise seit mehr als einem ganzen Jahr -, haben sich aus den relativ guten Blütenständen des Olivenbaums im Frühling vergleichsweise nur wenige Früchte entwickelt, die nun durch die höllische Hitze quasi auch noch ausgetrocknet werden. 


Der Spitzenproduzent Fonte di Foiano aus Bolgheri hat für die kommende Ernte 2017 bereits 35 Prozent weniger Ölertrag kalkuliert. Noch kann Fonte di Foiano in seinen sehr hügeligen Olivenhainen nicht alles bewässern und ist deshalb auf Gedeih und Verderb auf Regen angewiesen. Genau gleich geht es neun von zehn weiteren italienischen Olivenölproduzenten.


Auch in Griechenland, so etwa auf Kreta, wird die Sommerhitze die Ernte im Herbst negativ beeinflussen.


Diese negativen Ernteperspektiven lassen die Handelspreise für Olivenöl weltweit rasant ansteigen. Kommt erschwerend hinzu, dass die Schwächung des Schweizer Frankens (aktuell bei 1.15 für einen Euro) die Importe von Olivenöl aus dem EU-Raum zusätzlich verteuert.


Auch wenn der Franken gegenüber dem Euro wieder zulegen würde, änderte das nichts an den massiv teureren Produktionspreisen für 2017er Olivenöl aus Italien, Spanien, Griechenland und Portugal.


Nachdem die Grossverteiler in der Schweiz augfgrund von Missernten 2016 die Preise für Olivenöl zu Beginn des aktuellen Jahres bereits merklich erhöhen mussten, sehen sich die Konsumenten bald erneut mit Preiserhöhungen für ihr geliebtes Olivenöl konfrontiert.


Gastronomen sei an dieser Stelle gesagt, dass echtes Extra Vergine in Grossgebinden nicht mehr für weniger als 9 Franken pro Liter zu haben sein wird.



Ihr

Silvan Brun



evoo is a proud supplier of

evoo  got awarded as



evoo ag sempachstrasse 3 ch-6203 sempach station

info@evoo.ch  www.evoo-shop.ch  +41 41 558 95 35