Wort halten beim Palmöl: PepsiCo und Nestlé

(Bild: Screenshot SumOfUs - Menschen vor Profit!)
(Bild: Screenshot SumOfUs - Menschen vor Profit!)

PepsiCo und Nestlé verwenden immer noch Palmöl, für das der Regenwald und der Lebensraum von Elefanten, Orang-Utans und Menschen zerstört wird. Und das, obwohl beide Grosskonzerne behaupten, Verantwortung beim Palmöl zu übernehmen.

 

Die Plattform SumOfUs will mit einer Petition, die an die beiden Nahrungsmittelmultis gesendet wird, erreichen, dass sowohl der amerikanische Konzern PepsiCo als auch die Schweizer Nestlé auf nachhaltiges Palmöl umsteigen. Die Bemühungen von SumOfUs sind unserer Ansicht nach zu unterstützen, könnten sie doch dazu beitragen, dass zu unserem Planeten mehr Sorge getragen werden wird.

 

Für uns ist allerdings auch klar, dass eine totale Abkehr vom Palmöl - nachhaltig oder konventionell - als Zutat für Nahrungsmittel, als Zusatzstoff für Kosmetik und als Grundlage für Bio-Diesel eine Illusion ist. 65 Millionen Tonnen Palmöl, die pro Jahr produziert werden und wovon über 40 % auf die Bio-Diesel-Produktion und immerhin rund 35 % auf die Nahrungsmittelproduktion fallen, können nicht einfach so durch ein anderes Produkt ersetzt werden. Das kleinere Übel dürfte also sein, auf nachhaltiges Palmöl zu setzen, um so immerhin die Umwelt etwas zu entlasten. Ob es allerdings tatsächlich nachhaltig produziertes Palmöl gibt, wissen wir nicht. Und wir glauben auch nicht so recht daran. Immerhin sind im Jahr 2015 in Südostasien über 100'000 Menschen der von der Palmölindustrie verschuldeten Luftverschmutzung zum Opfer gefallen - obwohl über 30 % der Anbauflächen für Ölpalmen offiziellen Angaben zufolge bereits mit dem Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichnet wurden.

(Bild: Wikipedia)
(Bild: Wikipedia)

Doch nicht nur der Mensch selber stirbt an den Folgen seiner eigenen Rücksichtslosigkeit, vielmehr sind es die Tiere des Urwaldes, die dem von der Gier getriebenen Mensch zum Opfer fallen. regenwald.org schätzt, dass nur noch rund 70'000 Orang Utans durch die Wälder Südostasiens streifen. Danach ist Schluss. Der engste Verwandte des Menschen ist ganz kurz vor dem Aus.

Tank- und Tellerrevolution

Die Politik hat uns noch selten geholfen, wenn wir sie um Hilfe gebeten haben. Sie ist zuerst der Wirtschaft verpflichtet (Johan Schneider-Ammann pflegt zu sagen: "Hauptsache er ist ein Unternehmer."). Auf sie werden wir uns nicht verlassen können. Auch an die Ethik der Nahrungsmittelkonzerne können wir nicht appellieren. Sie haben schlicht keine. Bleibt also nur ein einziges Argument übrig: Unser Geldbeutel. Wenn wir ihn mit Bedacht einsetzen, keine Lebensmittel mehr kaufen, in welchen Palmöl drinsteckt, könnte es tatsächlich gelingen, die weltweite Palmölproduktion zu reduzieren und so Lebensraum für viele Lebewesen zu schützen. regenwald.org schreibt dazu:

 

«Diese einfachen Tipps helfen, Palmöl zu erkennen, zu meiden und zu bekämpfen:

  1. Selbst kochen, selbst entscheiden: Mandel-Kokos-Birnen-Kekse? Kartoffel-Rosmarin-Pizza? Frische Zutaten, gemixt mit ein bisschen Fantasie, stellen jedes (palmölhaltige) Fertigprodukt in den Schatten. Zum Kochen und Backen eignen sich europäische Öle aus Sonnenblumen, Oliven, Raps oder Leinsamen.
  2. Kleingedrucktes lesen: Auf Lebensmittelpackungen muss seit Dezember 2014 angegeben werden, wenn ein Produkt Palmöl enthält. In Kosmetik-, Putz- und Waschmitteln versteckt sich der Regenwaldfresser hingegen hinter einer Vielzahl chemischer Fachbegriffe. Per Internetrecherche lassen sich leicht palmölfreie Alternativen finden.
  3. Der Kunde ist König: Welche palmölfreien Produkte bieten Sie an? Wieso verwenden Sie keine heimischen Öle? Nachfragen beim Verkaufspersonal und Briefe an die Produkthersteller lassen Firmen um die Akzeptanz ihrer Produkte bangen. Der öffentliche Druck und das gestiegene Problembewusstsein haben schon einige Produzenten zum Verzicht auf Palmöl bewegt.
  4. Petitionen und Politikerbefragungen: Online-Protestaktionen üben Druck auf die Politiker aus, die für Biosprit und Palmölimporte verantwortlich sind. Haben Sie bereits alle Petitionen von Rettet den Regenwald unterschrieben? Auf abgeordnetenwatch.de kann jeder die Bundestagsabgeordneten mit den Folgen der Biospritpolitik konfrontieren.
  5. Laut werden: Demonstrationen und kreative Straßenaktionen machen den Protest für Menschen und Medien sichtbar. Dadurch wird der Druck auf die politischen Entscheidungsträger noch größer.
  6. Öffentlich statt Auto: Wenn möglich zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
  7. Wissen und Wissen weitergeben: Wirtschaft, Handel und Politik wollen uns glauben machen, Biosprit sei klimafreundlich und Palmölplantagen könnten nachhaltig sein. regenwald.org informiert über die Folgen des Palmölanbaus. Der kostenlose Regenwald Report kann an Freunde weitergegeben oder in Schulen, Arztpraxen und Bioläden ausgelegt werden.»

Ob der Mensch Kekse braucht, bezweifle ich. Genauso ob Haselnussstreichcrèmen wirklich nötig sind. Würden wir weniger, dafür bewusster essen und trinken, würden wir unseren Planeten besser schützen und die Gesundheitskosten würden drastisch sinken. Bewusster Konsum ist der Schlüssel zu vielem. 

 

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