Olivenölbetrug durch chinesische Lebensmittelsicherheitsbehörde aufgedeckt

«Mein Standpunkt ist,

dass davon niemand

sterben wird. 

Mit dem kann ich leben.»

- Luo Dingfa, Xihai Grains, Oils and Food Company

 

 

 

Das staatliche chinesische Fernsehen, China Central Television (CCTV) hat einen Beitrag veröffentlicht, wonach es der Lebensmittelsicherheitsbehörde in der Provinz Fujian gelungen sei, einen Olivenölbetrug aufzudecken. Drei chinesische Koch- und Bratölfirmen hätten Konsumenten getäuscht, indem sie ihre Öl-Produkte absichtlich falsch deklariert hätten. Sie hätten den Produkten nämlich weniger Olivenöl beigemengt, als auf den Etiketten angegeben. In manchen Produkten, so habe sich herausgestellt, hätten sich weniger als 50 % der deklarierten Olivenölmenge befunden.

 

Pflanzenölgemischen werden in China aus Wertigkeits- und Imagegründen Olivenöle beigemengt. Das ist erlaubt, solange die prozentuale Aufteilung der jeweiligen Ölsorten klar deklariert ist. Nun haben chinesische Behörden offenbar entdeckt, dass sich einige dieser gemischten raffinierten Öle auf dem Etikett "extra virgin" nennen und wiederum andere bei der Olivenöldeklaration schummeln.

 

Die zunehmend wohlhabender werdende Mittelschicht Chinas hat Durst nach europäischem Olivenöl, steht dieses doch stellvertretend für den angesagten und gesunden mediterranen Lifestyle. Dieser chinesische Drang nach Olivenöl ruft, wie sich nun herausstellte, aber auch Gangster auf den Plan. Der chinesische Statt hat seine Lebensmittelgesetzgebung erst kürzlich grundsätzlich überarbeitet, um für mehr Sicherheit sorgen zu können, nachdem der Betrug mit Lebensmitteln immer grösser und gefährlicher wurde - er forderte in der Vergangenheit regelmässig Tote. China importiert aber nicht nur merklich mehr Olivenöl, sondern hat sich 2014 auch ein grosses Olivenölunternehmen unter den Nagel gerissen. Zu kaufen gibt es das Öl der Chinesen übrigens bei Coop: Filippo Berio.

 

 

«Olivenöl ist sehr teuer,

Sie können nicht viel 

erwarten, bei dem Preis, 

für welchen wir es

verkaufen.»

- Li Mingyu, General Manager von Tianshun

 

 

Der General Manager von einem der fehlbaren Ölunternehmungen zeigt wenig Verständnis für den Unmut, welcher sich in den Medien wegen dieses Lebensmittelskandals nun breit macht. Er sagt, was eigentlich viele wissen und nur logisch klingt: «Olivenöl ist sehr teuer, Sie können nicht viel erwarten, bei dem Preis, für welchen wir es verkaufen.» Er erinnert damit an den Olearia Valpesana-Skandal in Italien, in welchen beispielsweise Zulieferer von Rewe involviert waren. Damals hatte sich der Grossabfüller Salvadori bei Valpesana für die schlechte Ölqualität beschwert, die er von Valpesana erhalten hatte.  Die Antwort Valpesanas war knapp und eindeutig: «Du weisst, was du für € 1.88 kaufst. Du weisst genau, was du kaufst!» 

 

Was bleibt, ist die Einsicht, dass man auch in China kaum einem "Olivenöl" über den Weg trauen kann.

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