Trumps Antidumpingzölle nicht unbegründet: DCOOP durch spanische Zollbehörde mit 3 Mio. € gebüsst

(Bild: Screenshot Pompeian-Website www.pompeian.com
(Bild: Screenshot Pompeian-Website www.pompeian.com

Die spanische Zollbehörde verhängt 3 Millionen Euro Bussgeld gegen die bedeutendste und grösste spanische Olivenöl-kooperative DCOOP wegen des Exports von Olivenöl aus Tunesien, welches vorsätzlich als spanisches Olivenöl ausgegeben wurde.

 

Lampantöl aus Tunesien mit "Extra Virgin" aus Spanien etikettiert

Das von DCOOP in den USA vertriebene Olivenöl der Marke POMPEIAN täuschte die Verbraucher nicht nur hinsichtlich der Herkunft, sondern auch hinsichtlich der Qualität. Eine Überprüfung des Olivenöls durch die spanische Zollbehörde ergab, dass das POMPEIAN-Öl aus Tunesien nicht Extra Vergine, sondern Lampantöl war.

 

Trumps Antidumpingzölle auf spanisches Olivenöl lassen DCOOP & Co. riesige US-Werbekampagne für die spanische Olivenölindustrie lancieren




DCOOP kontrolliert in den USA zusammen mit der marokkanischen Gesellschaft Devico die bekannte Olivenölmarke POMPEIAN, welche gemäss eigenen Angaben in den Vereinigten Staaten Marktleader sein soll. Pikant: Aktuell führt DCOOP zusammen mit anderen spanischen Olivenölindustriellen und deren Verband ASOLIVA eine von der EU mitfinanzierte riesige Werbekampagne für spanisches Olivenöl mit dem Titel OLIVE OILS FROM SPAIN. Darin wird den Konsumenten glaubhaft gemacht, dass spanisches Olivenöl das beste und gesündeste Olivenöl der Welt sei.

 

Der Slogan ist simpel aber ebenso (be)trügerisch: Taste the Truth - Probiere die Wahrheit. Als Botschafter konnte die Kampagne beispielsweise den bekannten amerikanischen Olivenölexperten Nicholas Coleman gewinnen. Man darf sich fragen, wie viel Expertise wirklich in ihm steckt?

 

Trumps Antidumpingzölle

sind nicht unbegründet.

 

 

 

(Bild: Pixabay)
(Bild: Pixabay)

 

Seit etwas mehr als einem halben Jahr erhebt das US-Handelsministerium Strafzölle auf "schwarze" Oliven aus Spanien, da diese in den USA bis zu einem Viertel unter Wert verkauft würden und somit insbesondere den kalifornischen Olivenanbau in einem unfairen Wettbewerb konkurrenzierten. Seit Einführung der Zölle von Mitte Januar 2018 brach Spaniens Export "schwarzer" Oliven in Q1.2018 um rund 42 Prozent ein. Nun erwägt die Trump-Administration, wegen "unlauteren Wettbewerbs" und "marktverzerrenden EU-Subventionen" auch auf spanisches Olivenöl Antidumpingzölle zu erheben.

 

 

Spaniens führende Olivenölkooperative DCOOP, welche sich für ihre eigenen spanischen Olivenbauern und -mühlen einsetzen müssten, weicht - um ihre Handelsmarge kurzfristig sichern zu können - kurzerhand auf Billigolivenöl aus Tunesien aus und zeigt damit im Prinzip nur eines: Trumps Antidumpingzölle auf Olivenprodukte aus Spanien sind wahrlich nicht unbegründet.

Quelle: Teatro Naturale

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